Click – der Standbykiller – Batteriewechsel impossible?

Für den sparsamen Umgang mit Strom gibt es immer neue clevere Geräte. Ein Klassiker und seit vielen Jahren auf dem Markt ist Click – der Standbykiller, ein Schweizer Produkt vertrieben durch Fachhändler und Energieunternehmen für rund Fr. 70.- bis 90.-. Zwei Solarzellen und eine Knopfbatterie betreiben die Fernbedienung eines Stromschalters.

Das Problem

Ist bei älteren Geräten die Knopfbatterie leer, geht nichts mehr. Diese Batterie kann nicht so einfach ausgewechselt werden sondern ist im Gehäuse verbaut, gut sichtbar aber unzugänglich – ein Konstruktionsfehler! Diese Anleitung soll beim Batteriewechsel helfen, aber es wird keinerlei Garantie übernommen.

Die Lösung

Der obere Gehäuse-Deckel muss gelöst werden: 3-4 Haken rund um den oberen Rand müssen dazu mit einem flachen Schraubenzieher ganz leicht angehoben werden, der Deckel löst sich.

 

Die zwei Solarzellen müssen gelöst werden: Mit einem sehr dünnen Messer können diese am Rand angehoben werden. Achtung: die feinen angelöteten Drähte dürfen nicht brechen, sonst müssen sie neu verlötet werden!

 

Die darunter liegenden Schrauben lösen den Elektronik-Teil vom unteren Gehäuse-Teil. Die Batterie kann jetzt ausgetauscht werden. Bei mir war es eine CR2032, die kostet 20 Rp. bis 4.- Fr. je nach Laden.

Beim Zusammenbau ist zu beachten:

  • Nicht alle Schrauben dürfen gleich fest angeschraubt werden, die 3 Mikroschalter müssen noch frei ‚clicken‘ können -> rechtzeitig testen!
  • Die Solarzellen können durch doppelseitiges Klebeband wieder fixiert werden, dieses haftet aber wahrscheinlich nur neben den Heissleim-Rückständen.

Ich wünsche viel Erfolg und niedrige Stromrechnungen.

30 Antworten auf Click – der Standbykiller – Batteriewechsel impossible?

  • Gregor Oesch sagt:

    Vielen Dank fuer die Anleitung, hat bestens geklappt 🙂

  • R. Ziegler sagt:

    Die Batterie an meinem Gerät hat über 10 Jahre funktioniert! Anstatt die Umweltnasen mit Kunststoffdämpfen, verursacht durch einen Lötkolben zu belasten, mit einem Fein Multimaster oder einem kleinen Fräswerkzeug ein Loch, etwas grösser als die Batterie, in den Boden schneiden durch das man die Batterie herausfischen kann. Das Loch mit einem selbstklebenden Möbelgleiter verschliessen. Einfacher geht es nicht!

  • Rhyner Heinz sagt:

    Schade dass man Fr. 50.- für so einen „gutgemeinten“ Blödsinn kaufen kann, in der Annahme, dass man wirklich „Geld und Energie sparen“ kann, welches aber mit dem Kauf dieses Killers nicht so ist. Stellen Sie sich vor, die lange Zeit, die es braucht bis Fr. 50.- mit dem Standby eingespart werden kannn. Ich besitze bereits den 2. und der hat auch schon schlapp gemacht. meine Idee kam mir sogleich als ich die Antwort eines Angestellten in der ENERGIESTADT ARBON bekam.
    Da kann man nichts machen! man kann das Ding nicht öffnen! „Entsorgen“ die Entsorgungsstelle liegt gleich nebenan.
    Frage gibt es kein Ersatz? „Doch der kostet Fr. 50.- Besten Dank für die INFO.
    Denkste ich nahm den Lötkolben und brannte ein rundes Loch über der Knopfbaterie aus und wechselte die CR2032.
    Es funkrioniert für gut gerechnet 2 Fr. und ein stück Klebeband !!!

  • Franz Tschanz, 3600 Thun sagt:

    Guten Tag allerseits

    Das war ein Weihnachts-Geschenk von meiner Tochter, deren Ehemann eine höher Stelle bei der EKZ inne hatte. Er war ein langjähriger, überzeugter Fachmann in dieser Firma.
    Ich verstehe auch etwas von elektronischen Geräten und Apparaten.
    Leider habe ich das „Ding“ einige Jahre nicht in Betrieb genommen. Nun vermute ich, dass die Knopfbatterie CR2032 „tot“ ist.
    Mit viel Geduld und Vorsicht ging ich unter Zuhilfenahme des Inhalts der Webseite von „Jorgo Ananiadis“ an die Hand.
    Nach einer halbe Stunde stoppte ich die Arbeit, und gab das gut gemeinte Geschenk mit Kommentar zu Handen meines Schwiegersohnes zurück.
    Meine Meinung: So ein „Schwachsinn“ sollte eine renommierte Firma wie die EKZ weder mitkonstruieren noch verkaufen!!!
    Nachtrag: Der Boden im Ausmass des schwarzen Gummiringes hätte einfach herausnehmbar gemacht werden sollen. Damit wäre das Problem analog einem Uhrengehäuse gelöst gewesen!

    Franz Tschanz

  • Ingold Otto sagt:

    Herzlichen Dank für die Anleitung, dass die Schrauben unter den Solarzellen sind ist so oder so einen Blödsinn.
    Es funktioniert wieder einwandfrei.

  • Thomas Gilg sagt:

    Alternativ kann man auch einfach den Boden „aufschweissen“ (mit einem Lötkolben einen Kreis rausschmelzen so dass sich der Boden entfernen lässt) Damit hat man dann dauerhaft zugriff auf die Batterie 🙂

    Übrigens: viele Geräte mit „Stützbatterie“ können diese nicht wieder laden. Radiowecker, Solar-Uhren/Wetterstationen, digitale Zeitschaltuhren… Wobei das Maximum an Dummheit, die ich bisher gesehen habe, ist eine digitale Zeitschaltuhr welche die ganze Elektronik dauerhaft über die „Stützbatterie“ versorgt, statt übers Stromnetz => da ist die Batterie dann nach ein paar Monaten leer 🙁

    • Jorgo sagt:

      Sehr gute Idee, das wäre dann der pragmatische Weg! Falls keine Kinder oder Katzen im Haus sind…
      Ich erlebe immer häufiger, dass die Garantiezeit knapp der Lebensdauer entspricht, der Neukauf ist oft günstiger als die Reparatur beim Händler. Über diese sogenannte „geplante Obsoleszenz“ wurde schon viel geschrieben, leider gibt es kaum Beweise. Also basteln oder hacken wir weiter und tauschen uns aus… 😉

  • weber Maya sagt:

    vielen Dank für den super Tipp. Mit einem Japaner Messer lassen sich die beiden Solarzellen problemlos lösen. Auch die Rückstände des Heissleimes lassen sich mit dem Fingernagel gut abziehen, damit das beidseitige Klebeband hält.

  • Peter sagt:

    Vielen Dank für die gute Anleitung. Ohne diese hätte ich Klick entsorgt!

  • Nik sagt:

    Vielen Dank für die Anleitung – hab leider nur auf der einen Seite (sprich links oder rechts) des Panels eine Loslösung versucht, leider ist dieses darauf hin zerbrochen – mit dieser Erfahrung hats daraufhin beim andern wie beschrieben problemlos geklappt. So praktisch das Gerät im Einsatz ist, find das Produkt den letzten „Seich“ – hat wohl die Anschaffungskosten nicht im Ansatz eingespart und mit dem frühen Defekt (nach 4 Jahren) ists wohl von der Ökobilanz her ebenfalls ein Reinfall.

  • Balz sagt:

    Mein Schalter-Teil spinnt etwas: manchmal keine Anzeige, dann öffne ich den Deckel (1. Schritt oben beschrieben) und schon gehts wieder… naja etwas spielen macht ja Freude 🙂

    Ich habe aber eher ein Problem „am anderen Ende“: das Relais im „schwarzen Ufo“ schaltet nicht immer. Manchmal steht auf dem Schalter „off“ aber der Strom ist an. Bis jetzt hat enerviertes draufklopfen geholfen aber das kann ja keine Lösung sein.

    Weiss jemand, welches Bauteil ersetzt werden soll? Öffnen lässt sich dieses Ende ja einfach.

  • CMB sagt:

    Ich habe auch eben zwei der Einweggeräte wiederbelebt. Danke für den Hinweis, den habe ich schon länger gesucht!
    Warum haben die Dinger überhaupt Solarzellen drauf? Ist das ein Fake oder lädt es wirklich die Batterie? (Es gibt die CR2032 als aufladbare Variante, aber die war nicht drin verbaut…).
    Cheers!
    -cmb

  • Alfi sagt:

    Danke für die Anleitung. Hat jemand ein Schema der Schaltung oder einen Link dazu?

  • Ralf sagt:

    Danke für deine Anleitung! One Click Funktioniert wieder ohne Probleme 😉

  • Heinz sagt:

    Ich habe nun schon den zweiten Standbykiller, und auch dieser wurde wie schon der erste allmählich immer unzuverlässiger (immer öfter wurden mehrmaliges Klicken oder längere Sonnenexposition nötig, um das Gerät zum Reagieren zu bewegen), bis es nach zwei Jahren kurz nach ablauf der Garantie den Geist definitiv aufgegeben hat. Beide Geräte hatte ich bei den EKZ gekauft, die sonst eigentlich bei ihrer Eigenwerbung und Imagepflege sehr für’s Energie- und Ressourcensparen einstehen. Dass sie so ein inakzeptables Produkt propagieren, ist ziemlich blamabel. Ich ärgere mich, dass ich auf so eine Firma hereingefallen bin, die ein Gerät absichtlich so konstruiert, dass es nach kurzer Zeit entsorgt werden muss. Meine Lehre daraus: Ich werde künftig vermehrt beim Kauf auf die Reparierbarkeit achten und werde sicher nie mehr etwas von diesem Hersteller kaufen. Auch ist mein Budget beschränkt, so dass das wohl der letzte Verbrauchsmesser und Standbykiller war, den ich in meinem Leben gekauft habe. Danke für die Reparaturanleitung, an die ich mich vielleicht mal heranwagen werde, wenn ich Zeit finde.

  • thomi sagt:

    Danke für die super Anleitung! Ich habe schon viele Geräte selbst repariert , doch leider wird bei neueren Geräten immer mehr darauf geachtet, dass diese gar nicht mehr auseinandergenommen werden können. Zum glück ist der Standbykiller noch mit Schrauben zusammengebaut. Ich achte mittlerweile schon beim Kauf eines Gerätes darauf ob es reparaturfreundlich ist oder nicht. Gruss Thomi (Elektroniker)

  • Georg sagt:

    habe den Batteriewechsel wie beschrieben durchgeführt. Anzeige funktioniert prima, jedoch das Abschalten des Stroms über die „off“ Funktion klappt nicht. Ist das vielleicht ein Problem der „Empfangseinheit“ am Stecker?

    • Jorgo sagt:

      Sorry für die späte Antwort, war in den Ferien … Du könntest recht haben: Wenn das Schalten und die Anzeige auf dem Sender richtig funktionieren liegt der Fehler wahrscheinlich bei der Uebertragung oder dem Empfänger. Das Einschalten geht aber richtig? Dann ist es wohl der Empfänger.

  • Mike sagt:

    Na sauber… ein Gerät für den Umweltschutz bei dem das Design absichtlich so gewählt wird dass man es wegwerfen muss wenn die Batterie alle ist… ganz toll gemacht… aber dank deiner Hilfe wird es wohl noch eine ganze Weile länger seinen Dienst tun…. DANKE!

  • Häbi sagt:

    Super Anleitung, ich hatte schon vor über einem Jahr gesucht und nichts gefunden – nun siehe da!
    Durch diesen einfachen Eingriff macht der Click wieder richtig Spass 😉
    Many Thanks!

  • Susanne sagt:

    Den Batteriewechsel habe ich nun schon zwei Mal gemacht (wir haben das Gerät vor ewigen Zeiten bei der EKZ gekauft). Diesmal war ich aber froh um den Hinweis hier betreffend die Schrauben, denn ich habe brav alle Schrauben so richtig fest angezogen … und mich dann gewundert, dass nichts ging 😉
    Prima Anleitung, die erspart sicher so manchem den Neukauf!

  • Stephan sagt:

    Perfekt, besten Dank! Bei mir hat die Batterie nach knapp 3 Jahren den Geist aufgegeben, eine neue hat bei der Migros 5.50 CHF gekostet (Duracell, auf der Packung steht DL32032/CR2032/ECR2032, wobei DL offenbar für Duracell steht, Quelle: http://www.differencebetween.net/technology/industrial/difference-between-dl-and-cr-batteries/).

  • Γιώργο ευχαριστώ!

    Αντώνης

  • Jürg sagt:

    Vielen Dank für die Anleitung – toll, dass es sowas gibt!
    Dass sich die Schrauben unter den Solarzellen verbergen, darauf bin ich nicht gekommen. Allerdings hat das Glas der Solarzellen trotz vorsichtigem Herausnehmen, am Rand einige kleine Beschädigungen erlitten.
    Never mind.

  • Hansjörg sagt:

    Weil sich die gut sichtbare Batterie nicht wechseln liess, wollte ich das Gerät schon erbost wegwerfen. Zum Glück machte mich meine Frau darauf aufmerksam, dass ich zuerst noch im Internet nachforschen soll, da andere sicher das gleiche Problem hätten. Besten Dank für die gute Anleitung. Es hat bestens funktioniert.

  • Tschudi sagt:

    Die Geräte können bei der Click Business AG in Hünenberg umgerüstet werden, so dass kein Eingriff, wie beschrieben für das Auswechseln der Batterie nötig ist. Das Oeffnen der Geräte kann die Funktion zerstören.

    • Jorgo sagt:

      Wer minimale Ahnung von Schrauben und notfallmässig Lötkolben hat kann IMHO kaum was zerstören. Das Gerät ist einfachste Elektronik, die Garantie ist nach der Batterielaufzeit meistens eh vorbei, und ob sich 36.- (20.- + 2×8.- Porto) für einen Batteriewechsel lohnen sei jedem selbst überlassen.
      Nachdem lange keine Info oder Support vom Hersteller oder meinem Verkäufer verfügbar war ist es aber nett, dass es jetzt diesen Service gibt. Danke für die Info.

  • Markus Voogt sagt:

    Danke ausgezeichnete Anleitung, funktioniert wieder einwandfrei. MfG

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